Apr 22

Es ist geschafft! Unser Haus ist nun vollständig erschlossen. Seit heute ist auch Strom und Telefon geschaltet. Die Leitungen sind in der Pfeifenstielzufahrt verlegt und darüber habe ich eine Fahrspur aus Betonplatten gelegt. Das ist zwar nicht die schönste, dafür aber die zunächst kostengünstigste Erstellung der Zufahrt. Die Platten (Hamburger Platte) lagen zum großen Teil noch auf dem Grundstück und finden so erneute Verwendung. Mittelfristig planen wir eine Zufahrt mit Kieselsteinen oder Natursteinpflaster. In jedem Fall soll direkte Wasserversickerungsmöglichkeit gegeben sein. Das ist ökologisch sinnvoll und man spart sich gleichzeitig die Entwässerung bei versiegelter Oberfläche.

Wir sind nun jeden Tag auf dem Grundstück, was dank Urlaub auch kein Problem darstellt. Die zahlreichen Unternehmen, die jetzt im Rahmen der Erschließung aber natürlich auch für das Haus anrücken, erfordern permanente  Anwesenheit der Bauherrn. Dadurch lassen sich auftretende Probleme fix beseitigen und die eine oder andere praktische Sache unkompliziert in die Wege leiten.

Gestern und heute haben Steffi und ich unsere Regenentwässerung (vom Hausdach) etabliert. Eine Knochenarbeit! Etwa 35m Graben mit dem Spaten bis zu einem halben Meter tief ausschachten, plus Versickerungsgrube. Aber nun läuft das Wasser kontrolliert ab und wir haben rund 2.000 € gespart. Anstelle der Sickergrube werden wir eventuell einmal eine Zisterne einbauen, um das Wasser für den Garten zu nutzen. Mal schauen, ob das Sinn macht…

Apr 18

Viel passiert…

Posted by Axel

In den letzten Tagen ist viel passiert. Krankheitsbedingt bin ich jedoch mit meinem Berichtswesen etwas in Verzug geraten. Die Neuigkeiten im Einzelnen:

1. Erdwärmesonden – Am 12. und 13. April kam die Firma Hoorter Brunnenbau und hat unsere Erdwärmesonden gebohrt. Dazu wurden zwei Bohrungen a 60 m angelegt und die Zuleitungen in den HWR eingeführt.

2. Erschließung – Die Firma Rix Tiefbau hat sich am Ende an unseren vereinbarten Pauschalpreis gehalten. Das Wasser hat sich in der Folge denn auch nicht mehr als Problem dargestellt :-). Unsere Wasserleitung liegt und ist vollständig verbunden. Auch das Schmutzwasser kann bereits ablaufen. Hier hatte ich ja größte Bedenken, ob das Gefälle bei der langen Strecke ausreicht. Meine Bedenken waren zum Glück grundlos, wir hätten locker noch 35 weitere Meter zurücklegen können. Unsere Schmutzleitung umläuft unser Nachbarhaus in U-Form. Gemäß DIN Richtlinie ist bei jeder Richtungsänderung ein Spülschacht vorzusehen. Diese Sparvariante des üblichen Kanaldeckels kostet rund 400 € pro Stück und in unserem Fall waren davon drei Exemplare erforderlich. Am 20.April rückt Vattenfall mit dem Strom an. Dafür haben wir Leerrohre verbuddeln lassen, in die das Kabel einfach eingezogen werden kann. Gleiches passiert mit der Telekom, einen Termin dafür haben wir jedoch noch nicht.

3. Trockenbau – Das Badezimmer und das Gäste-WC haben den erforderlichen Trockenausbau erhalten. Das sind die Vorwandinstallationen, an denen später die Sanitärobjekte befestigt werden. Im OG wurde zudem die Decke gespachtelt. Geplant war eigentlich, dass die Decke dieses Wochenende fertig wird. Jedoch sind viele Stöße zum Teil noch fingerbreit offen. Trave ist informiert.ErdwärmeRückansicht

Apr 1

Erschließung beginnt

Posted by Axel

Diese Woche begannen endlich die Erschließungsarbeiten. Wir haben uns für das Unternehmen Rix Tiefbau aus Horst entschieden. Obwohl Trave Massivhaus über die anstehenden Erschließungsarbeiten informiert war, lag am Montag noch das Gerüst in unsere Zufahrt, ebenso am Dienstag und schließlich noch am Mittwoch. Um die Erschließung nicht komplett zu behindern haben wir dann fast das komplette Gerüst zwei Mal auf unserer Zufahrt umgelagert – ein Knochenjob. Von Trave hieß es lapidar, dass Termine am Bau eben nicht immer einzuhalten sind.

Wie auch immer, der Bagger gräbt und es dauerte nicht lange, bis das Grundwasser seinen Weg nach oben suchte. Bereits ab einem knappen Meter wurde es recht matschig und nach einiger Zeit sammelte sich dort ordentlich Wasser. Zudem regnete es in dieser Woche auch noch teils sehr heftig und somit war für eine ordentliche Schlammschlacht die ideale Voraussetzung geschaffen. Obwohl eine erste Probegrabung Aufschluss über die örtliche Wassersituation gab, begannen die beiden Arbeiter einen schönen Graben in etwa 1,5 m Tiefe über eine Länge von rund 45 m auszuheben. Es folgten Ausdrücke der Überraschung und Verärgerung durch unsere zwei Bauarbeiter, die ich bis heute nicht ganz teilen kann. Am ersten Tag war eine Spielzeugpumpe im Einsatz und am zweiten Tag ein leistungsfähiger Vertreter, der die Grube zwar in 30 Sekunden leer schlürfte. Aber da war es schon zu spät. Zwar liegt jetzt die Trinkwasserleitung im 45 m Stück, wird jedoch nur von etwas Matsch bedeckt. Viel Spaß beim Verdichten. Nun steht die Einführung einer Wasserhaltung zur Disposition. Damit haben wir kein Problem, haben wir doch einen Festpreis vereinbart. Nun wird sich zeigen, wie fest dieser Preis tatsächlich ist. Wie aus fachkundiger Hand bestätigt (Danke – Christian) ist mit solchen Erschwernissen während der Erschließung grundsätzlich zu rechnen. Wetterlage und Jahreszeit führen fast zwangsläufig zu Problemen mit eindringendem Wasser. Was unsere Bauarbeiter aber in jedem Fall hätten tun können, wäre eine “wandernde” Baugrube einzurichten, bei der stets nur etwa 5 m Graben geöffnet sind und nach der Verlegung sofort wieder geschlossen und lagenweise verdichtet werden. Nächste Woche geht der Schlamassel weiter…Erschließung 1

Erschließung 2

Dec 8

Die Ruhe …

Posted by Axel

… vor dem Sturm. So könnte man den gegenwärtigen Zustand beschreiben, denn momentan passiert auf unsere Baustelle nicht viel. Das Wetter hat sich schön eingeregnet und wir warten darauf, dass es weitergeht. Heute hatten wir ein Statusgespräch mit Trave Massivhaus, um den weiteren Baufortschritt und ein paar offene Punkte zu besprechen. Demnach wird es in den nächsten Tagen wieder deutlich mehr zu berichten geben: Gegen Ende der Woche werden die Fenster geliefert, der Trockenbau im OG beginnt und die Verkabelung für die Elektroinstallation wird vorgenommen.

Nun sind wir auch beim Thema Erschließung etwas weiter. Von knapp 10 Angeboten sind zwei im Finale gelandet und es wird wohl auf ein Angebot mit Festpreisgarantie hinauslaufen. Wir haben insgesamt knapp 10 Angebote eingeholt und die Preisspanne lag zwischen 11.000 € und 19.000 €. Dabei waren die Angebote inhaltlich sehr unterschiedlich aufgebaut, von sehr detailliert bis chaotisch. Hier können wir jedem Bauherrn nur empfehlen rechtzeitig mit der Angebotseinholung zu beginnen, um ausreichend Zeit für Vergleiche und Nachverhandlung zu haben. Mir persönlich waren auch die vor Ort Termine mit den Tiefbauern wichtig, da man dabei in der Regel eine gute Einschätzung zur Kompetenz der Firma, zumindest ihres Vertreters erhält. Außerdem wirkt sich das positiv auf die Qualität des Angebots aus.

Nov 1

Wie Ihr wisst bauen wir in zweiter Reihe eines ideell geteilten Grundstücks. Obwohl wir uns auf einen gewissen Aufwand bei der Erschließung eingestellt haben, übertrifft dies doch am Ende unsere Erwartungen. Dabei ist noch nicht viel zu sehen, eigentlich gar nichts.

Wichtig zu erwähnen ist die Tatsache, dass die Erschließung nicht in den Verantwortungsbereich unseres Baupartners fällt. Bei der Erschließung muss man grob in zwei Bereiche unterscheiden. Erstens die Ver-und Entsorgung, was der Fachmann so hübsch mit “Medien” beschreibt. In unserem Fall sind das Abwasser (Siel), Regenwasser zur Versickerung auf dem Grundstück, Frischwasser, Telefon und Strom. Beim zweiten Bereich geht es um die Herstellung der Zufahrt aber da sind wir noch laaaange nicht :-(

Zurück zum ersten Bereich: Hier darf man zunächst von Pontius zu Pilatus laufen und erhält die putzigsten Ausführungen zu dem, was bei unserem Vorhaben zu berücksichtigen ist. Also der Reihe nach:

Am angenehmsten ist da noch die Abwicklung mit der Telekom (wir reden ja derzeit nur über die Planung), denn hier zahlt man einen Pauschalbetrag von 353,17 € und darin ist alles enthalten. Lediglich das Verlegen der Kabel auf eigenem Grund ist eine Extraleistung, die man zwar auch über die Telekom beauftragen kann, was jedoch aus Kostengründen keinen Sinn macht, wenn zeitgleich auch andere Medien zu verbuddeln sind. Immerhin braucht man sich keine Gedanken machen, wie die Telekom den Weg vom Verteiler zum Grundstück bewerkstelligt. Bei Vattenfall für Strom sieht das schon anders aus. Zunächst erreicht ein per Post das Maximalangebot, bei dem Vattenfall sich um alles kümmert: 5.500 € in unserem Fall. Bei uns werden wir sowohl für Strom als auch für Telekom 100er Leerrohre einbauen, die dann mir einem Ziehdraht versehen werden und Vattenfall lediglich das Kabel durchzieht und anschließt. Dennoch verbleiben hier rund 2.300 € für die Vattenfall Rechnung. Beim Frischwasser ist die Situation die, dass Hamburg Wasser zunächst einmal die Hand aufhält, bevor irgendetwas passieren kann: Rohrnetzkostenzuschuss nennt sich das und berechnet sich nach der straßenseitigen Grundstückslänge: 355 €. Beim Abwasser ist ja grundsätzlich zu beachten, dass hier ein Gefälle für den natürlichen Fluß der Fäkalien sorgen muss. Und dies könnte sich bei uns zu einem Problem auswachsen, da der grundstückseigene Kanalschacht damals natürlich von seiner Höhe nur auf unsere vorderen Nachbarn ausgerichtet wurde. Ob wir auf unserer Scheiße sitzen bleiben wird sich also noch zeigen….

Abschließend noch die Frage, wohin mit dem Regenwasser unseres Hauses. Da wir dies nicht in die Kanalisation einleiten dürfen, sondern auf dem Grundstück versickern lassen müssen, ist auch hier eine Sickergrube eventuell gekoppelt mit einer Zisterne zur Gartenwassernutzung in Planung.

Fazit: Wer nicht auf einem vollständig erschlossenen Grundstück baut, der sollte sich genauestens über den entstehenden Aufwand an Koordination und finanziellen Mitteln informieren. Je früher, desto besser.