Feb 7

Hier ein erster Erfahrungsbericht zur kontrollierten Be- und Entlüftung.

Bei uns ist das Modell recoVAIR VAR 350 von Vaillant im Einsatz. Die Anlage verfügt über einen Wärmetauscher, der die Wärme der Abluft auf die eingesaugte Frischluft überträgt. Staub und Insekten werden wirkungsvoll durch einen Filter ferngehalten.

Die Frischluft wird über Kunststoffkanäle, die in der EG Decke integriert sind, zu den Luftausströmern geleitet. In der Küche und im Bad sehen die genauso aus, jedoch wird dort die Luft abgesaugt. So wird gewährleistet, dass Geruchsquellen sich nicht durch das ganze Haus verbreiten. Im OG sind die Ausströmer durch Edelstahlroste im Fussboden ausgelegt.

Die Anlage verfügt über drei Leistungsstufen, die sich programmieren lassen. Nachts läuft die Anlage mit reduzierter Leistung und tagsüber in der Standardstufe 2. Es gibt noch einen Partybetrieb (Stufe 3), den wir aus Lüftungsgründen aber noch nicht einschalten mussten.

Lautstärke: Dies ist ja ein viel diskutierter Punkt. Ganz ohne Geräusch geht es nicht. Wenn man tagsüber direkt unter dem Auströmer sitzt, kann man das Rauschen schon hören. Hier ist am Ende aber das persönliche Empfinden ausschlaggebend. Mich stört es gar nicht, meine Frau gelegentlich schon (…). In jedem Fall sind wir froh, dass der TÜV den Einbau von leistungsfähigeren Kastenschalldämpfern verlangt hat, wie dies in der Dimensionierung der Anlage ursprünglich auch vorgesehen war (wir berichteten).

Wirksamkeit: In Bezug auf den gefühlten Luftaustausch (=Luftwechselrate) sind wir sehr zufrieden. Ohne große Wärmeverluste herrscht ein gutes Wohnklima. Allerdings lüften wir derzeit auch noch zusätzlich, da dies bei Neubauten (Wasser) empfohlen wird und man beim Wäschetrocknen (kein Trockner) auch schneller geht.

Effizienz: Bei der Beurteilung der Effizienz des Gesamtsystems muss man natürlich die eingesparten Heizkosten gegenüber einer nicht vorhandenen Lüftungsanlage betrachten, was ein wenig schwierig wird und wir uns so weitgehend auf die Berechnungen des Ingenieurbüros verlassen müssen. Zu den Betriebskosten lässt sich dagegen nach ein paar Messungen sagen, dass wir etwa 2,16 kWh pro Tag verbrauchen. Hochgerechnet auf ein Jahr landet man dann bei rund 160 € Ökostromkosten. Dazu kommen dann noch 40 € für den Filterwechsel (2x pro Jahr), macht rund 200 € Betriebskosten.

Negativ ist uns die massive Bildung von Kondenswasser aufgefallen. Dieses nutzt leider nicht ausschließlich den Weg über den vorhandenen Ablauf ,sondern tropft aus dem Gehäuse heraus. Da die Pfützen immer größer wurden, haben wir dies als ersten Gewährleistungsschaden an Trave Massivhaus gemeldet. Mittlerweile versucht sich ein Servicetechniker von Vaillant im zweiten Anlauf daran das Problem zu lösen.

Update: Der zweite Versuch war offenbar erfolgreich. Auch nach drei Wochen tropft es nicht mehr seitlich aus dem Gehäuse. Solltet Ihr also auch Dichtheitsprobleme mit der Vaillantanlage haben, so könnte der Wechsel der Frontklappe die Lösung bringen.

Aug 15

Rollrasen

Posted by Axel

Seit Freitag verteilen sich 200 m² Rollrasen ums Haus. Eine tolle Sache, die mittlerweile auch vergleichsweise preiswert geworden ist. Wir haben uns patriotisch für den Hersteller “Hamburger Rollrasen” entschlossen. Vorab kam per Post eine Testlieferung im Pizzakarton und auch die eigentliche Anlieferung verlief problemlos mit sehr freundlichem Service. Das reine Verlegen hat knapp zwei Tage gedauert und klappte reibungslos. Die größte Arbeit ist die Vorbereitung der Fläche. Mit dem Rasen hat auch nun der Staub und Dreck aus dem Garten ein Ende und es lohnt sich die Scheiben zu putzen, ohne dass nach wenigen Tagen alles wieder verdreckt ist.

Wie auf den Fotos zu sehen sind jetzt zwei Seiten des Hauses geländeseitig fertig. Es fehlt noch der Bereich des Stellplatzes und der Hauseingangstür. Hier müssen wir bis zum Herbst auch noch eine Lösung finden, sonst droht hier eine Schlammschlacht. Mit ein paar Blumen sieht auch der Schuppen wieder ganz passabel aus. Ob es hier zu einer mehrjährigen “Laufzeitverlängerung” kommt ist aber noch unklar. Dagegen stehen die Karten schlecht für die braune Blechdose in der Ecke des Gartens. Praktisch, aber …

Weiterhin hoffen wir darauf, dass wir im August mit den letzen ausstehenden Tätigkeiten von Trave Massivhaus durch sind und der TÜV sein finales OK gibt.

Rollrasen 2

Rollrasen 1

Rollrasen 3

Jul 21

Elektrotechnik

Posted by Axel

Am Dienstag hat Trave Massivhaus in einer konzertierten Aktion ein paar Schludrigkeiten im Bereich Elektro behoben. Der verantwortliche Elektriker hatte zuvor mal wieder den Kopf in den Sand gesteckt. Trave hat konsequenterweise sodann einen neuen Elektiker damit beauftragt, die Probleme zu lösen. Konkret ging es um die korrekte Anbindung der Erwärmepumpe an Stromversorgung, um zu gewährleisten, dass die Wärmepumpe zu Spitzenzeiten vom Versorger ferngesteuert abgestellt werden kann, was übrigens durch die Pufferung keinerlei Einfluss auf die Wärmebereitstellung hat. Weiterhin wurde eine laienhaft angeschlossene Steckdose fachmännisch neu verdrahtet.

Abschließend warten wir nun noch auf den Wechsel der Haustürfüllung (falsches Glas), der für Mitte August vorgesehen ist und ein paar weitere Punkte die Fenster betreffend.

Draußen haben wir die  Erde bis auf einen Haufen von etwa 5 m³ Mutterboden verteilt und eingeebnet. Mitte August werden wir dann den Rollrasen darauf ausrollen und der Staub ums Haus herum ist Geschichte :-)

Jul 8

Statt weitwinkliger Innenaufnahmen (davon riet uns die Kripo dringend ab) gibt es in den nächsten Posts ein paar Details mit passenden Tipps aus dem Innenraum. Heute Innentüren und Schalterprogramm (Elektro):

Innentüren

Bei den Innentüren haben wir uns ja gegen die von Trave Massivhaus angebotenen Türen entschieden, da wir dort nicht die gewünschte Optik bekamen. Somit haben wir das Gewerk Innentüren gegen Gutschrift aus dem Bauvertrag genommen und selbst beauftragt. Nach langem Suchen haben wir uns für Türen des Hersteller WIRUS entschieden. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an Herstellern, die die von uns gewünschte Querfräsung haben. Bei Wirus hat uns die Oberflächenqualität zusammen mit dreiteiligen Bändern und der gebotene Preis am Ende überzeugt. Auch den Einbau haben wir beauftragt und sind mit etwas Glück auf einen absolut hervorragenden, tadellosen Türenbauer gestoßen (Möbelmontage Adam Rypalla aus Lippstadt). Beim Lieferanten der Türen haben wir die Firma Baustoffe Plambeck aus Hamburg gewählt. Nach anfänglich guter Beratung schwächelte der Kundenservice dann aber doch. So wurde eine Tür ohne Fräsung geliefert. Zwar wurde inzwischen nachgeliefert aber auf den Mehrkosten für den Zweiteinbau der Tür beliben wir sitzen. Nachdem wir auch mit der Lieferung der Innenfensterbänke in der Abwicklung nicht völlig zufrieden sind (eine sehr lange Fensterbank wurde einfach geteilt geliefert) können wir Plambeck leider nicht vorbehaltslos empfehlen. Sonst lässt sich zu den Türen sagen, dass man immer auf dei Einlage achten sollte. Wabenkern, wie er in Baumärkten häufig als Billigangebot zu bekommen ist, ist allenfalls eine Notlösung. Wir haben uns für Röhrenspaneinlage entschieden, was man zum guten Standard bei Türen zählen darf. Massivholztüren haben wir gelegentlich für überraschend niedrigen Aufpreis gefunden aber dies kam dann aus anderen Gründen nicht in Betracht. Wichtig ist jedoch, dass die Nichtmassiv-Türen mindestens 5 cm massives Holz unten haben, damit man die Tür auf die richtige Höhe kürzen kann, ohne die Stabilität signifikant zu beeinträchtigen. Bei den Drückergarnituren haben wir auf Bohrungen für die Schlüssellöcher verzichtet, denn außer des WCs und Bads gibt es eigentlich keinen Grund die Innentüren zu verschließen. Für WC und Bad haben wir einen Drehknauf einbauen lassen und bei den anderen Türen ist weniger eben mehr :-)   Und noch ein Tipp: Die Menschen werden immer größer, darum das hohe Türmaß (2,11 m) wählen. Das kostet max. 10% mehr und sieht auch besser aus.

Schalterprogramm

Auch so ein unterschätzter Posten. Hier gibt es Standardware, die sich in Sachen Optik und Preis bei den namhaften Hersteller nichts gibt. Bauträger bieten so fast immer die Standardprogramme von Merten oder Busch Jäger an. Qualitativ hochwertig aber langweilig. Schöne (und das ist ja stets subjektiv) Schalterprogramme sind ausgesprochen selten. Wir sind am Ende auf eigene Initiative hin bei der Firma Hager gelandet. Das Schalterprogram kallysto.pur in Anthrazit ist super verarbeitet und optisch schön eckig-schlicht. Von der Firma Hager hat sich sogar ein Außendienstler zu uns auf gemacht und eine sehr gute Beratung geleistet. Daumen rauf!

Innentür + Schalter

Jul 8

Bauschutt

Posted by Axel

Obwohl wir nun schon fast sechs Wochen in unserem Haus wohnen, lässt sich der Bauschutt davon nicht beeindrucken. Dieser sollte ursprünglich bis zur Übergabe des Hauses abtransportiert werden. Stattdessen erfolgten zwei halbherzige Abtransporte durch Trave (der Berg war also schon deutlich größer) und nun bleibt uns nichts anderes übrig, den Schutt selbst abfahren zu lassen. Die Kosten dafür werden wir selbstverständlich weiterreichen. Dennoch ist unsere Verärgerung groß. Entweder sind die verursachenden Handwerker in die Pflicht zu nehmen oder seitens des Bauträgers ist eine pauschale Lösung in Form eines Containers zu suchen.

Bauschutt

Besonders ärgerlich ist es, wenn man sich nicht nur um die Entsorgung des Haufens kümmern darf, sondern auch um das Zusammentragen des Mülls. An dieser Stelle einen schönen Gruß an die Firma Pedotherm, die zwar einen aus unserer Sicht guten Job bei der Estrichverlegung gemacht hat, bei der Entsorgung der Estrichreste, Spül-und Reinigungsschlämme Kreativität bei der Tarnung im Gebüsch bewiesen hat. Ebenso die Firma Hoorter Brunnenbau, die uns die Erwärmesonden gebohrt hat und schubkarrenweise Zementreste unter gelagertem Mutterboden versteckte.

Unterm Strich hat unsere Baustelle in der ganzen Zeit immer relativ aufgeräumt ausgesehen. Nicht selten haben aber wir den Feger in die Hand genommen. Daher die Empfehlung an künftige Bauherren, die Frage der Bauschuttentsorgung vertraglich zu fixieren (was bei uns auch der Fall war) aber auch während der Bauphase auf Müllansammlungen hinzuweisen. Am Ende liegt die Verantwortung aber beim Bauträger. Durch häufige Begehungen lassen sich die Müllverursacher relativ gut identifizieren und zur Verantwortung ziehen.