Apr 29

Heute bekamen wir Besuch von zwei Herren von MFT, dem Fensterbauer von Trave Massivhaus. Es kamen ein Außendienstmitarbeiter und der zuständige Vertriebsleiter, um sich unsere Leidensgeschichte anzuhören. Dabei ging es um eine Reihe von kleineren und größeren Pannen, die sich sowohl auf Trave Massivhaus, MFT und der von MFT beauftragten Montagetrupp verteilen. Hier sind in unserem Bauobjekt offenbar mehrere unglückliche Umstände zusammengekommen. Die Herren konnten die von MFT zu verantwortenden Punkte für uns plausibel erläutern und haben unkomplizierte Abhilfe in Aussicht gestellt. Es hat zwar ein wenig gedauert aber wir haben nun das Gefühl, dass jetzt offen und direkt kommuniziert wird und keine ausweichenden oder gar abwehrenden Reaktionen erfolgen. Das Foto unten zeigt eine weitere kleine aber sehr sinnvolle Neuerung: Der MFT Techniker hat einen Trittschutz für die Terassentür eingesetzt, die bequem zu entfernen ist, da nur aufgesteckt. Solche kleinen Maßnahmen helfen viele Schäden während der Bauphase zu vermeiden. Der Kostenaufwand ist gemessen am Ergebnis absolut vernachlässigbar.

Ein weiterer wichtiger Punkt zum Thema Fenster: Wir haben damals bewusst beschlossen, die Fensterbänder optisch auf keinen Fall zu unterbrechen. Dies bedeutete für das Obergeschoss, dass wir Fenster nach innen öffnend haben. An der Oberseite mittig des Fensters sitzt die Olive. Die Fenster lassen sich sowohl in die normale Kipp-Stellung bringen als auch im 90 Grad-Winkel zum Reinigen. Wir wurden jedoch sehr enttäuscht, dass die Fenster im komplett geöffneten Modus nicht abgelegt werden dürfen. Das bedeutet jedoch, dass Putzen der Fenster durch eine einzelne Person schlichtweg unmöglich ist. Kaum zu glauen, dass Trave Massivhaus die Fenster mit so einer benutzerunfreundlichen Bedienung in Auftrag gegeben hat. Für uns war eigentlich selbstverständlich, dass die Fenster im geöffneten Zustand (90-Grad) in einer gesicherten Position verharren! Und zwar ohne Menschenkraft! MFT bestätigte heute, dass eine Sicherung für diese Fälle keine Problem darstellt und auch noch nachgerüstet werden kann. Die Kosten hierfür übernehmen wir ganz sicher nicht, in anbetracht der Tatsache, dass wir für unsere Fenster einen erheblichen Aufschlag gezahlt haben!

Steffi und ich greifen nun zunehmend ins Geschehen ein. Im Wohnzimmer haben wir die grob verspachtelten Stöße zwischen den Filigrandecken geschliffen, gespachtelt und erneut geschliffen. Ein Schwingschleifer hat sich bereits verabschiedet und Nummer 2 verrichtet seinen Dienst. Die Überkopfarbeit ist ziemlich anstrengend und ich bin froh, wenn die übrigen Räume im EG erledigt sind. Auch die Wände haben wir ausgebessert. Die Innenputzer hatten ja einen Putz mit hervorragender Qualität aufgetragen, der Nacharbeiten fast überflüssig macht. Durch die Handwerker bleibt aber nicht aus, dass zwischenzeitlich erneute Macken in den Putz kommen. Wir haben uns für den Caparol Akkordspachtel Fein entschieden, der sich auf Null ausziehen und hervorragend verarbeiten lässt. Morgen wird der Haftgrund aufgetragen. Das ist eine Farbe, die – wie der Name bereits verrät – die Haftung zwischen Putzoberfläche und erstem Anstrich verbessert.

Heute war unser Fliesenleger zu seinem ersten Einsatz vor Ort. Wir haben das Gewerk “Fliesen” aus dem Bauvertrag mit Trave genommen, da der ursprüngliche Fliesenleger einen aus unserer Sicht überhöhten Aufpreis für die Verlegung großformatiger Fliesen geltend machen wollte. Das wären rund 20 € pro m² on top gewesen. Nun haben wir selbst einen Fliesenleger engagiert, der bereits eine sehr professionelle und gründliche Beratung vorab geleistet hat. Heute hat er den Estrich mit dem erforderlichen Gefälle in der begehbaren Dusche eingebaut. Seinen Luftentfeuchter hat er selbst für die vergleichsweise kleine Fläche bereitgestellt.

Zum Schluss noch ein Blick auf den Bauzeitenplan. Danach wäre am 29. April Übergabe – Zwei Monate später als geplant. Und nun rutschen wir sogar noch in den Mai hinein. Zum Glück haben wir unsere Wohnung noch.

Trittschutz

Apr 24

Erdwärmepumpe läuft

Posted by Axel

Seit gestern läuft unsere Erdwärmepumpe. In den folgenden neun Tagen wird der Estrich kontrolliert aufgeheizt und wieder heruntergefahren. Im Anschluss können die Fliesen verlegt werden. Der avisierte Übergabetermin rutscht damit in den Mai aber das war ja absehbar. Da wir im Wohnbereich Bambusparkett verlegen werden und die Restfeuchte entsprechend kritisch für das Holz ist, werden wir zuvor die Restfeuchte des Estrichs bestimmen lassen.

Und dann haben wir auch den Blower-Door Test am Dienstag bestanden und laut Zertifikat mit einem recht guten Wert von 0,73. Der Wert durfte für unseren Niedrigenergiehaustyp (ehemals KfW40) nicht größer als 1,0 sein. Bei Passivhäusern liegt der Grenzwert bei 0,6. Da beim Test ein paar vereinzelte Leckagen gefunden wurden bleibt zu hoffen, dass wir den bereits guten Wert nach Behebung weiter verbessern werden.

Die letzte Nachricht des Tages betrifft mal wieder das leidige Thema “Fenster”. Da wir uns hier noch in Diskussion mit Trave Massivhaus befinden, soll hier nichts vorweg genommen werden. Die Mittelpfosten der Flügeltüren wurden vom Fensterbauer ausgetauscht; nun schimmert jedoch seitlich das weiße Fensterprofil durch und die Gummidichtung schließt nicht ab. Der Pfosten biegt sich wie eine Banane.

Fensterpfosten neu

Apr 22

Es ist geschafft! Unser Haus ist nun vollständig erschlossen. Seit heute ist auch Strom und Telefon geschaltet. Die Leitungen sind in der Pfeifenstielzufahrt verlegt und darüber habe ich eine Fahrspur aus Betonplatten gelegt. Das ist zwar nicht die schönste, dafür aber die zunächst kostengünstigste Erstellung der Zufahrt. Die Platten (Hamburger Platte) lagen zum großen Teil noch auf dem Grundstück und finden so erneute Verwendung. Mittelfristig planen wir eine Zufahrt mit Kieselsteinen oder Natursteinpflaster. In jedem Fall soll direkte Wasserversickerungsmöglichkeit gegeben sein. Das ist ökologisch sinnvoll und man spart sich gleichzeitig die Entwässerung bei versiegelter Oberfläche.

Wir sind nun jeden Tag auf dem Grundstück, was dank Urlaub auch kein Problem darstellt. Die zahlreichen Unternehmen, die jetzt im Rahmen der Erschließung aber natürlich auch für das Haus anrücken, erfordern permanente  Anwesenheit der Bauherrn. Dadurch lassen sich auftretende Probleme fix beseitigen und die eine oder andere praktische Sache unkompliziert in die Wege leiten.

Gestern und heute haben Steffi und ich unsere Regenentwässerung (vom Hausdach) etabliert. Eine Knochenarbeit! Etwa 35m Graben mit dem Spaten bis zu einem halben Meter tief ausschachten, plus Versickerungsgrube. Aber nun läuft das Wasser kontrolliert ab und wir haben rund 2.000 € gespart. Anstelle der Sickergrube werden wir eventuell einmal eine Zisterne einbauen, um das Wasser für den Garten zu nutzen. Mal schauen, ob das Sinn macht…

Apr 18

Viel passiert…

Posted by Axel

In den letzten Tagen ist viel passiert. Krankheitsbedingt bin ich jedoch mit meinem Berichtswesen etwas in Verzug geraten. Die Neuigkeiten im Einzelnen:

1. Erdwärmesonden – Am 12. und 13. April kam die Firma Hoorter Brunnenbau und hat unsere Erdwärmesonden gebohrt. Dazu wurden zwei Bohrungen a 60 m angelegt und die Zuleitungen in den HWR eingeführt.

2. Erschließung – Die Firma Rix Tiefbau hat sich am Ende an unseren vereinbarten Pauschalpreis gehalten. Das Wasser hat sich in der Folge denn auch nicht mehr als Problem dargestellt :-). Unsere Wasserleitung liegt und ist vollständig verbunden. Auch das Schmutzwasser kann bereits ablaufen. Hier hatte ich ja größte Bedenken, ob das Gefälle bei der langen Strecke ausreicht. Meine Bedenken waren zum Glück grundlos, wir hätten locker noch 35 weitere Meter zurücklegen können. Unsere Schmutzleitung umläuft unser Nachbarhaus in U-Form. Gemäß DIN Richtlinie ist bei jeder Richtungsänderung ein Spülschacht vorzusehen. Diese Sparvariante des üblichen Kanaldeckels kostet rund 400 € pro Stück und in unserem Fall waren davon drei Exemplare erforderlich. Am 20.April rückt Vattenfall mit dem Strom an. Dafür haben wir Leerrohre verbuddeln lassen, in die das Kabel einfach eingezogen werden kann. Gleiches passiert mit der Telekom, einen Termin dafür haben wir jedoch noch nicht.

3. Trockenbau – Das Badezimmer und das Gäste-WC haben den erforderlichen Trockenausbau erhalten. Das sind die Vorwandinstallationen, an denen später die Sanitärobjekte befestigt werden. Im OG wurde zudem die Decke gespachtelt. Geplant war eigentlich, dass die Decke dieses Wochenende fertig wird. Jedoch sind viele Stöße zum Teil noch fingerbreit offen. Trave ist informiert.ErdwärmeRückansicht

Apr 11

Jugendtraum

Posted by Axel

Auf dieses Wochenende habe ich lange gewartet: Etwa 150 m³ Erdaushub lagern seit Baubeginn in unserem Garten und man hatte sich mittlerweile daran gewöhnt, entsprechende Bergtouren unternehmen zu müssen, wenn man beispielsweise in unser Gartenhäuschen gelangen wollte. Doch nun war es an der Zeit, die Bergstedter Berge abzutragen. Schließlich erfolgen in der nächsten Woche die Erwärmesondenbohrungen genau dort, wo der Mutterboden gelagert war. Günstigerweise hat sich unser netter Nachbar von nebenan interessiert gezeigt, unseren Bodenaushub abzunehmen. Da wir ein Teil der Erde zur Geländeausgleichung benötigen, mussten rund 100 m³ etwa 90 m verkarrt werden. Dazwischen lag noch ein Engpaß: Unsere neue Putzfassade und der Apfelbaum -> etwa 2 m. Damit standen die Rahmenbedingungen für ein entspanntes Baggerwochenende fest: ein kleiner Radlader, Typ Kramer 350 mit etwa 0,5 m³ Schaufel darf etwa 200 mal bewegt werden, um die erde abzutragen. Was für ein Spaß! Auch eine äußerst unangenehme Erkältung konnte mich nicht davon abhalten, bei HKL den Radlader für etwa 260 € für das Wochenende zu mieten und einen Jugentraum zu erfüllen. Am Sonntag kam unsere Family dazu und hat tatkräftig unterstützt. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die vielen helfenden Hände! Mit der passenden Verpflegung herrschte sehr gute Stimmung:-)

Kurzes Update zur Erschließung: Die Arbeiten gehen nach ein paar Tagen Unterbrechung ohne Probleme weiter. Das Wasser hat sich verzogen und der Boden kann nach Verfüllen des Grabens wieder gut verdichtet werden. Nächsten Dienstag wird die Trinkwasserleitung an das Netz von Hamburg Wasser angeschlossen und am 20. April kommt Vattenfall.

Radlader

Apr 7

Krisengipfel

Posted by Axel

Hallo Welt! Heute hatten wir unseren Krisengipfel mit Herrn Fischer (Chef) und Herrn Armbröster (Bauleiter) von Trave Massivhaus. Wir hatten eine Liste mit 17 Diskussionspunkten vorbereitet und teilweise auch schon Lösungsansätze dargelegt. Erwartungsgemäß haben wir damit natürlich keine offenen Türen bei Trave eingerannt, schließlich geht es um Kritik, Mängel oder Unzufriedenheit unsererseits. In einigen Fällen blieb uns nichts anderes übrig, als die angebotene Lösung von Trave zu akzeptieren (insbesondere wenn es um Gutschriften für nicht in Anspruch genommene Leistungen geht), in anderen Fällen wurden unsere Punkte aufgenommen und in den nächsten Wochen sukzessive abgearbeitet.

Insgesamt hatten wir ein sehr konstruktives und gutes Gespräch, durch das sich viele Probleme nun “weniger problematisch” darstellen. Das lässt hoffen, dass am Ende alle zur Zeit noch offenen Punkte im gegenseitigen Einvernehmen gelöst werden.

Sonst hat sich heute auch wieder etwas auf der Baustelle getan. Unsere Trockenbauer haben begonnen, die Decke im OG zu spachteln und die Installationswände in Bad und Gäste-WC zu montieren. Bei diesem Gewerk haben wir auch wieder Glück mit den Handwerkern, weshalb wir sie gerne erwähnen :-) -> Elektro Klein aus Neuruppin

Apr 1

Ein paar Punkte…

Posted by Axel

… Damit beginnen in der letzten Zeit immer häufiger Emails an Trave Massivhaus. Während in der Rohbauphase alles weitestgehend glatt lief, kommt es nun zunehmend zu Schwierigkeiten mit Trave Massivhaus, die ich ja in der Zwischenbilanz schon etwas ausgeführt habe. Knapp 15 Punkte warten auf Abarbeitung durch Trave Massivhaus und wir können nur mutmaßen, warum sich die Pannen in der letzten Zeit häufen und Rückmeldungen äußerst unbefriedigende Ergebnisse bringen. Nächste Woche wird es einen “Krisengipfel” geben und im Anschluss können wir dann hoffentlich mit Optimismus auf die Zielgerade einbiegen. Wir werden berichten!

Apr 1

Erschließung beginnt

Posted by Axel

Diese Woche begannen endlich die Erschließungsarbeiten. Wir haben uns für das Unternehmen Rix Tiefbau aus Horst entschieden. Obwohl Trave Massivhaus über die anstehenden Erschließungsarbeiten informiert war, lag am Montag noch das Gerüst in unsere Zufahrt, ebenso am Dienstag und schließlich noch am Mittwoch. Um die Erschließung nicht komplett zu behindern haben wir dann fast das komplette Gerüst zwei Mal auf unserer Zufahrt umgelagert – ein Knochenjob. Von Trave hieß es lapidar, dass Termine am Bau eben nicht immer einzuhalten sind.

Wie auch immer, der Bagger gräbt und es dauerte nicht lange, bis das Grundwasser seinen Weg nach oben suchte. Bereits ab einem knappen Meter wurde es recht matschig und nach einiger Zeit sammelte sich dort ordentlich Wasser. Zudem regnete es in dieser Woche auch noch teils sehr heftig und somit war für eine ordentliche Schlammschlacht die ideale Voraussetzung geschaffen. Obwohl eine erste Probegrabung Aufschluss über die örtliche Wassersituation gab, begannen die beiden Arbeiter einen schönen Graben in etwa 1,5 m Tiefe über eine Länge von rund 45 m auszuheben. Es folgten Ausdrücke der Überraschung und Verärgerung durch unsere zwei Bauarbeiter, die ich bis heute nicht ganz teilen kann. Am ersten Tag war eine Spielzeugpumpe im Einsatz und am zweiten Tag ein leistungsfähiger Vertreter, der die Grube zwar in 30 Sekunden leer schlürfte. Aber da war es schon zu spät. Zwar liegt jetzt die Trinkwasserleitung im 45 m Stück, wird jedoch nur von etwas Matsch bedeckt. Viel Spaß beim Verdichten. Nun steht die Einführung einer Wasserhaltung zur Disposition. Damit haben wir kein Problem, haben wir doch einen Festpreis vereinbart. Nun wird sich zeigen, wie fest dieser Preis tatsächlich ist. Wie aus fachkundiger Hand bestätigt (Danke – Christian) ist mit solchen Erschwernissen während der Erschließung grundsätzlich zu rechnen. Wetterlage und Jahreszeit führen fast zwangsläufig zu Problemen mit eindringendem Wasser. Was unsere Bauarbeiter aber in jedem Fall hätten tun können, wäre eine “wandernde” Baugrube einzurichten, bei der stets nur etwa 5 m Graben geöffnet sind und nach der Verlegung sofort wieder geschlossen und lagenweise verdichtet werden. Nächste Woche geht der Schlamassel weiter…Erschließung 1

Erschließung 2