Nov 1

Wie Ihr wisst bauen wir in zweiter Reihe eines ideell geteilten Grundstücks. Obwohl wir uns auf einen gewissen Aufwand bei der Erschließung eingestellt haben, übertrifft dies doch am Ende unsere Erwartungen. Dabei ist noch nicht viel zu sehen, eigentlich gar nichts.

Wichtig zu erwähnen ist die Tatsache, dass die Erschließung nicht in den Verantwortungsbereich unseres Baupartners fällt. Bei der Erschließung muss man grob in zwei Bereiche unterscheiden. Erstens die Ver-und Entsorgung, was der Fachmann so hübsch mit “Medien” beschreibt. In unserem Fall sind das Abwasser (Siel), Regenwasser zur Versickerung auf dem Grundstück, Frischwasser, Telefon und Strom. Beim zweiten Bereich geht es um die Herstellung der Zufahrt aber da sind wir noch laaaange nicht :-(

Zurück zum ersten Bereich: Hier darf man zunächst von Pontius zu Pilatus laufen und erhält die putzigsten Ausführungen zu dem, was bei unserem Vorhaben zu berücksichtigen ist. Also der Reihe nach:

Am angenehmsten ist da noch die Abwicklung mit der Telekom (wir reden ja derzeit nur über die Planung), denn hier zahlt man einen Pauschalbetrag von 353,17 € und darin ist alles enthalten. Lediglich das Verlegen der Kabel auf eigenem Grund ist eine Extraleistung, die man zwar auch über die Telekom beauftragen kann, was jedoch aus Kostengründen keinen Sinn macht, wenn zeitgleich auch andere Medien zu verbuddeln sind. Immerhin braucht man sich keine Gedanken machen, wie die Telekom den Weg vom Verteiler zum Grundstück bewerkstelligt. Bei Vattenfall für Strom sieht das schon anders aus. Zunächst erreicht ein per Post das Maximalangebot, bei dem Vattenfall sich um alles kümmert: 5.500 € in unserem Fall. Bei uns werden wir sowohl für Strom als auch für Telekom 100er Leerrohre einbauen, die dann mir einem Ziehdraht versehen werden und Vattenfall lediglich das Kabel durchzieht und anschließt. Dennoch verbleiben hier rund 2.300 € für die Vattenfall Rechnung. Beim Frischwasser ist die Situation die, dass Hamburg Wasser zunächst einmal die Hand aufhält, bevor irgendetwas passieren kann: Rohrnetzkostenzuschuss nennt sich das und berechnet sich nach der straßenseitigen Grundstückslänge: 355 €. Beim Abwasser ist ja grundsätzlich zu beachten, dass hier ein Gefälle für den natürlichen Fluß der Fäkalien sorgen muss. Und dies könnte sich bei uns zu einem Problem auswachsen, da der grundstückseigene Kanalschacht damals natürlich von seiner Höhe nur auf unsere vorderen Nachbarn ausgerichtet wurde. Ob wir auf unserer Scheiße sitzen bleiben wird sich also noch zeigen….

Abschließend noch die Frage, wohin mit dem Regenwasser unseres Hauses. Da wir dies nicht in die Kanalisation einleiten dürfen, sondern auf dem Grundstück versickern lassen müssen, ist auch hier eine Sickergrube eventuell gekoppelt mit einer Zisterne zur Gartenwassernutzung in Planung.

Fazit: Wer nicht auf einem vollständig erschlossenen Grundstück baut, der sollte sich genauestens über den entstehenden Aufwand an Koordination und finanziellen Mitteln informieren. Je früher, desto besser.

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